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Akkuspeicher: Die neue Generation ist da

Der Schweriner Energieversorger Wemag ist Vorreiter beim Betrieb von Batteriespeichern zur Stabilisierung der Netzfrequenz. Seit kurzem steht im mecklenburgischen Neustadt-Glewe eine Anlage, die als Prototyp einer neuen Batteriegeneration gilt. Mit Einsatzmöglichkeiten in Netzbetrieb und Industrie.

04. Oktober 2018

Mit einer Leistung von 750 Kilowatt und einem Speichervermögen von 925 Kilowattstunden markiert dieser Prototyp eine neue Generation dezentraler Batteriespeicher, so die Wemag.

 

„Batteriespeicher sind für die Energiewende wie ein Schweizer Taschenmesser – sie verfügen über verschiedene Funktionen und sind vielseitig einsetzbar“, sagt Vorstand Thomas Murche.

 

Mit der WBS 500 hat die Wemag nach Murches Worten einen kompakten Speicher entwickelt, der für Energieversorger und Industrie gleichermaßen vielfältig einsetzbar ist.

 

Die WBS 500 verfügt über ausreichend Leistung und Kapazität, um 500 Kilowatt Primärregelleistung bereitzustellen. Die Anlage gleicht in Sekundenbruchteilen Frequenzschwankungen aus.

 

„Wird aber die Funktionalität der Batterie für einen lokalen Engpass benötigt, kann eine andere Anlage im virtuellen Kraftwerk diese Funktion übernehmen“, so der Wemag-Vorstand.

 

Die im Vergleich zu Batteriekraftwerken kleinen Stationen sollen künftig allein oder gemeinsam verschiedene Aufgaben der Energieversorgung übernehmen, die Netzstabilität verbessern und die Integration von erneuerbaren Energien oder Ladeinfrastruktur für Elektromobilität ermöglichen.

 

Virtuelles Kraftwerk

 

Dafür wird die WBS 500 mit dem vorhandenen Schweriner Batteriespeicher in einem virtuellen Kraftwerk gebündelt.

 

Geplant ist die Errichtung weiterer Speicher für regionale Energieversorger, heißt es.

 

Dritte Anlage seit 2014

 

Die Station in Neustadt-Glewe ist das dritte Batterie-Großprojekt des kommunalen Energieversorgers. Seit 2014 betreibt die Wemag in Schwerin einen Lithium-Ionen-Batteriespeicher, dessen Leistung im Juni 2017 von fünf auf zehn Megawatt verdoppelt wurde. Hier die Details zum Nachlesen: www.energiespektrum.de/178689