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Heute schon auf Augenhöhe mit der Zukunft sein

Im Rhein-Hunsrück-Kreis wird das Energiesystem der Zukunft erprobt. Die sogenannte Energiewabe Rhein-Hunsrück-Kreis ist ein wichtiger Bestandteil des länderübergreifenden Projekts ‚Designetz‘. Jetzt wurde für die Energiewabe ein Akkuspeicher in Betrieb genommen.

08. Oktober 2018

Der Akku in Gödenroth (Verbandsgemeinde Kastellaun) ist ein zentrales Element in der Energiewabe Rhein-Hunsrück-Kreis, heißt es in einer Innogy-Meldung.

 

Durch ein automatisiertes Energiemanagement soll das Stromnetz entlastet und Strom aus erneuerbaren Energien möglichst vor Ort genutzt werden. Überschüssiger Strom wird dazu in mehreren Batteriespeichern zwischengepuffert beziehungsweise durch flexible Verbraucher genutzt.

 

‚Designetz‘ erstreckt sich über die drei Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland.

 

„Das Projekt ist bis Ende 2020 geplant, die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rund 6,7 Millionen Euro“, so Innogy.

 

Bereits heute gibt es in Deutschland rund 1,7 Millionen dezentrale Erzeugungsanlagen, die grünen Strom aus Windkraft, Sonnenenergie oder Biogas ins Netz einspeisen – Tendenz weiter stark steigend.

 

Intelligenter Netzbetrieb

 

Um der dadurch entstehenden schwankenden Einspeisung und dem sich gleichzeitig verändernden Verbrauch gerecht zu werden, bedarf es intelligenter Konzepte.

 

Eine Blaupause für dieses Gesamtenergiesystem der Zukunft erforscht Innogy nach Unternehmensangaben gemeinsam mit 46 Partnern im Projekt ‚Designetz‘.

 

Kerngedanke ist der Ausgleich zwischen Erzeugung und Verbrauch von Energie bereits auf lokaler Ebene, der einen umfangreichen Netzausbau vermeidet.

 

Sinteg-Förderprogramm

  

‚Designetz‘ ist Teil des Förderprogramms Sinteg, dass das Bundeswirtschaftsministerium aufgelegt hat.

 

Im Zentrum der insgesamt fünf Sinteg-Förderprojekte stehen die intelligente Vernetzung von Erzeugung und Verbrauch sowie der Einsatz innovativer Netztechnologien und -betriebskonzepte.

 

Überblick

 

Hinter dem Kürzel Sinteg versteckt sich das Förderprogramm Schaufenster intelligente Energie.

 

In fünf Regionen forschen verschiedene Partner am Energiesystem der Zukunft. Und das nun schon seit etwas über einem Jahr. Was passiert in den Projekten und was ist geplant? Ein Überblick steht unter www.energiespektrum.de/180730