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Windstrom macht mobil

Die Elektrolysebranche muss sich zu einer Gigawatt-Industrie entwickeln, damit die Klimaziele der Bundesregierung erreicht werden können. Das ergab eine Studie im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums. In Schleswig-Holstein soll nächstes Frühjahr eine Tankstelle für regional erzeugten grünen Wasserstoff in Betrieb gehen.

05. Oktober 2018

Der Bürgerwindpark Ellhöft wird einen Elektrolyseur einsetzen, um Windstrom in grünen Wasserstoff umzuwandeln und im Verkehrssektor zu vermarkten, so der Anlagenbauer H-Tec Systems in einer Mitteilung.

 

„Mit einer Trocknung des erzeugten Wasserstoffs ermöglicht H-Tec Systems seine Nutzung als Treibstoff gemäß ISO 14687“, so das Unternehmen aus Lübeck.

 

Die Installierung und Inbetriebnahme des Elektrolyseurs ist bis Frühjahr 2019 geplant.

 

Strom veredeln

 

Elektrolyseure sind nach Unternehmensangaben ein technologischer Schlüsselbaustein, um Strom aus erneuerbaren Energien zu veredeln und damit insbesondere für Windanlagenbetreiber außerhalb des EEG neue Märkte zu eröffnen.

 

Der PEM-Elektrolyseur ME 100/350produziert nominal bis zu 100 Kilogramm Wasserstoff pro Tag bei einer elektrischen Last von 225 Kilowatt, so H-Tec Systems. „Das reicht für die Betankung von bis zu 20 Wasserstoff-Pkws täglich, was zunächst in puncto Nachfrage ausreichen wird“, erklärt Frank Zimmermann von H-Tec Systems.

 

Der Windpark Ellhöft hat sich für die direkte Lage an der Wasserstofftankstelle entschieden. Der Elektrolyseur wird in ein Netz eingebunden, welches die Erzeugung von grünem Wasserstoff direkt vor Ort in Ellhöft ermöglicht und zwar ausschließlich für die lokale Wasserstofftankstelle in Westre.

 

„Sollte die Wasserstoffnachfrage steigen, ist es unproblematisch, weitere Elektrolyseure im Netz zu ergänzen“, so Frank Zimmermann.

 

Generell kann der PEM-Elektrolyseur ME 100/350 wechselnden Lastprofil-Vorgaben, etwa aufgrund eines fluktuierenden (Wind-)Stromangebots oder einer variierenden Wasserstoffnachfrage vollautomatisch folgen, heißt es.

 

Vermarktungsoption für Windstrom nach Ende EEG-Förderung

 

Reinhard Christiansen, Initiator und Geschäftsführer vom Windpark Ellhöft: „Unser Windpark ist in 2000 in Betrieb gegangen. Mit Auslaufen der EEG-Förderung und mit Blick auf die hohen Windüberkapazitäten stellt sich die Frage nach alternativen, wirtschaftlich attraktiven Vermarktungsoptionen. Wir sehen in der Veredelung von Windstrom zu Wasserstoff und seinen Einsatz im Verkehr sehr großes Potenzial.“

 

Lange galten Brennstoffzellen als Zukunftstechnik. In der Praxis waren sie selten.

 

Studie: Elektrolysebranche muss Gigawatt-Industrie werden

 

In der Energiewende soll Wasserstoff jetzt als Sektorkoppler fungieren. Eine Studie im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums hat Wege zur Industrialisierung der Wasserelektrolyse untersucht.

 

Hier die Details zum Nachlesen www.energiespektrum.de/183538